Einführung in die Welt der Naturkosmektik zum Selbermachen!

Sich zu pflegen und schön zumachen, ist ein Jahrtausende altes Bedürfnis der Menschen. Schon die alten Ägypter, Griechen und Chinesen benutzen Salben, ätherische Öle und Farben, um sich zu “schmücken”. Denn das ist die Bedeutung des griechischen “kosmein” von dem Kosmetik (= Körper- und Schönheitspflege) ableitet. Bei den alten Kulturen waren Körperpflege, Medizin und religiöse Riten eng miteinander verbunden. Heute geht es um das große Geld. Hunderte Euro werden jährlich für suspekte Kosmetikartikel ausgegeben. Um die Umsätze auch weiterhin explodieren zu lassen, bringen die Hersteller ständig neue Produkte mit angeblich verblüffenden Wirkungen auf den Markt. Es ist besonders der massive Eingriff von Giftstoffen in der kosm. Herstellung zu kritisieren. Der Konsument kommt heute mit etwa 4000 biologisch gefährlichen und giftigen Chemikalien mittels Kosmetikprodukten in Berührung, und das in einer Sparte, die Verjüngung, Gesundheit und Schönheit propagiert. Ob Formaldehyd, Dioxan oder irgend ein anderer von den Giftstoffen zur Sprache kommt, es ist letzten Endes immer wieder das gleiche Strickmuster, mit dem das Gift unter die Leute gebracht wird: Man nehme den Stoff, sage niemanden, woraus er besteht, erkläre ihn zum Luxusartikel, verpacke ihn schön und verkaufe ihn teuer. Den der Preis ist bei vielen Produkten erst der Anreiz es zu kaufen, den was teuer ist, muss automatisch besser sein. Was für ein Trugschluss, mit dem die Chemieriesen gut Leben können. Dabei liegen die Risiken klar auf der Hand. Gerade Tierversuch, eine reine Alibifunktion für den Hersteller ohne Sinn und Nutzen und grausamer Qualen für Tausende Tiere, sagen über die Langzeitwirkung einer chemischen Substanz bzw. deren Kombinationswirkung mit anderen Stoffen nichts aus. Zudem gewinnt Wissenschaft und Forschung ständig neue Erkenntnisse. Formaldeyhd, was vor wenigen Jahren als relativ harmloses Konservierungsmittel galt, steht heute in dringenden Verdacht krebserregend zu wirken. Darüber hinaus hat man festgestellt, das Mineralöle, immerhin in 95% aller Produkte enthalten, die Hautporen verstopfen und verkleben können, und bei Überdosierung sogar die Hautatmung behindert, und wir in unser eigenen Haut ersticken. Mineralöle sind eben beliebt, sie sind billig, werden nie ranzig und werden deshalb bei den Herstellern sehr geschätzt. Das sie völlig nutzlos, ohne jede Wirkung und eben in zu hohen Dosen gefährlich sind, ist nicht so wichtig. Denn man kommt ja schließlich den Bedürfnissen des Konsumenten nach, er wünscht neutrale Produkte ohne jeglichen Eigengeruch. Ein Produkt, das nach Avocado oder Weizenkeim riechen würde, lässt sich nicht an jedermann verkaufen. Das aber Pflanzenöle eine Wohltat für die Haut wäre, bleibt unberücksichtigt. Antioxidanten und Betäubungsmittel krönen die unnatürliche Komposition dessen, was heute als Kosmetikprodukt verkauft wird.

Betäubungsmittel sind eine feine Erfindung, sie setzen nämlich dann ein, wenn eine Chemikalie auf der Haut eine unangenehme Reaktion verursachen würde. Bei verräterischen Stoffen, gibt man gleich Betäubungsstoffe dazu, damit der Verbraucher nicht merkt, dass die Chemie sein Haut angreift und er das Produkt , zur Linderung des Schmerzes, sofort abwaschen würde. Diese Chance bekommt der Verbraucher nicht, denn er spürt ja jetzt nichts mehr. Kosmetika, das bedeutet heute viel Einbildung, wenig Wirkung, aber im Verhältnis zur geringen Wirkung viele Risiken. Zum Glück sind Haut und Haare widerstandsfähiger als es den Anschein hat, denn sonst könnten sie nicht den oftmals erstaunlichen Belastungen standhalten, die viele kosmetischen Präparate ihnen zumuten. Nur auf Dauer wird sich die Haut auf irgendeine Art und Weise zur Wehr setzten. Früher oder später.

Aber die Werbung macht´s: mit vollmundigen Aussagen und  der Propagierung falscher Schönheitsideale bekommt man fast jedes Produkt auf die Haut des Verbrauchers. Verkauft wird schon lange nicht die Creme, sondern Exklusivität, Schönheit, Gesundheit und Jugendlichkeit. Den Leitbildern, die uns die Kosmetikwerbung vorsetzt, eifern wir unbewusst nach. Makellose Gesichter, Traumfiguren und ausdrucksvolle Augen verursachen bei vielen Minderwertigkeitsgefühle, weil wir meinen, diesen Schönheiten nicht das Wasser reichen zu können. Deshalb greifen wir zur angepriesenen Creme um den Ideal ein Stückchen näher zu kommen. Derzeit werden mit großen Erfolg auch die Männer erobert. Denn auch der Mann von heute braucht viel Chemie auf seiner Haut. Werbeobjekt Nr. 1 bleiben jedoch die Frauen, mit Ihnen konnte und kann man viel Geld machen. Sie sind nun mal sehr eitel und Ihnen ist jedes Mittel recht um einen Tag jünger auszusehen. Es trifft zumindest für viele zu. Fast alle kosmetische Mittel enthalten problematische Inhaltsstoffe, die nicht nur die Haut sondern auch die Organe schädigen können. Denn viele Chemikalien lagern sich im Körper ab, irgendwann kommt es dann zum inneren Störfall und rätselhafte Erkrankungen entstehen. Doch das erfährt der Verbraucher nicht  Zwar müssen alle kosm. Artikel mit INCI-Bezeichnungen versehen sein. Das ist eine spezielle Sprache, die in ganz Europa verwendet wird. Der Laie versteht diese Sprache nicht. Mit etwas Mühe kann man es übersetzen, aber wer macht sich schon die Mühe. Den Durchschnittsverbraucher ist es leider auch egal, womit er sich pflegt. So haben die Hersteller leichtes Spiel und der steigende Umsatz gibt ihnen Recht, das man den Verbraucher einseifen kann, wie man will.  Und welch bequeme Möglichkeiten der Gesetzgeber dem Produzenten einräumt, des Verbrauchers Gesundheit ganz legal zu ruinieren.